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100 japanische Wörter für Anfänger: Alltag, Reise, Essen, Einkaufen und einfache Gespräche in Japan

100 japanische Wörter für Anfänger, sortiert nach Alltagsnutzen: Verben, Fragewörter, Höflichkeitsformeln und Reisevokabeln mit Kana und Aussprache.

100 japanische Wörter für Anfänger: Alltag, Reise, Essen, Einkaufen und einfache Gespräche in Japan

Wer Japanisch lernen oder eine Reise nach Japan vorbereiten möchte, braucht am Anfang keine Tausende Vokabeln. Die 100 wichtigsten japanischen Wörter sollten zuerst Situationen abdecken, die tatsächlich auftreten: jemanden ansprechen, nach dem Weg fragen, Essen bestellen, bezahlen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder im Notfall Hilfe holen.

Die folgende Auswahl ist deshalb nicht alphabetisch, sondern nach praktischem Nutzen sortiert. Einige Einträge sind feste Wendungen statt einzelner Wörter – weil sie im realen Gespräch erheblich nützlicher sind als isolierter Wortschatz.

Welche japanischen Wörter sollte man zuerst lernen

Die Japan Foundation verfolgt mit ihrem offiziellen Lehrwerk „Irodori – Japanese for Life in Japan“ genau diesen praxisorientierten Ansatz: Behandelt werden unter anderem Einkaufen, Essen, Arbeit und zwischenmenschliche Kommunikation. Für die Stufe A1 stehen einfache Begrüßungen und elementare Verständigung im Mittelpunkt.

“Irodori increases what you can do in your daily life in Japan.” — The Japan Foundation

Das bedeutet für Anfänger: zuerst Wörter lernen, mit denen sich eine konkrete Situation lösen lässt, und erst danach den Wortschatz systematisch erweitern.

1–10: Die wichtigsten Wörter für fast jedes Gespräch

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
1はいhaija
2いいえiienein
3ありがとうarigatōdanke
4すみませんsumimasenEntschuldigung / Verzeihung
5お願いしますonegaishimasubitte / ich bitte darum
6大丈夫daijōbuin Ordnung / okay
7わかりますwakarimasuich verstehe
8わかりませんwakarimasenich verstehe nicht
9もう一度mō ichidonoch einmal
10だめdamenicht erlaubt / geht nicht

Sumimasen gehört zu den nützlichsten japanischen Wörtern überhaupt. Man kann damit jemanden ansprechen, sich entschuldigen oder höflich Aufmerksamkeit erregen.

“I’m sorry, I don’t really understand.” — Beispiel aus „Irodori“, Starter, Lektion 2.

11–20: Begrüßung und erste Begegnungen

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
11おはようございますohayō gozaimasuguten Morgen
12こんにちはkonnichiwaguten Tag / hallo
13こんばんはkonbanwaguten Abend
14さようならsayōnaraauf Wiedersehen
15またmatawieder / bis dann
16はじめましてhajimemashitefreut mich, Sie kennenzulernen
17元気genkigesund / fit / gut drauf
18私watashiich
19あなたanatadu / Sie
20名前namaeName

Anata sollte man nicht so häufig verwenden wie das deutsche „du“ oder „Sie“. Im Japanischen werden Namen, Titel oder gar kein Pronomen oft natürlicher empfunden.

21–30: Fragen stellen und Dinge identifizieren

Diese zehn Wörter machen aus sehr begrenztem Wortschatz bereits brauchbare japanische Sätze für Anfänger. Besonders doko, nani und ikura sind auf Reisen ständig einsetzbar.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
21何nani / nanwas
22誰darewer
23どこdokowo
24いつitsuwann
25どうdōwie
26どれdorewelches
27これkoredieses hier
28それsoredas dort bei Ihnen
29あれarejenes dort
30いくらikurawie viel / wie teuer

Mit kore plus ikura lässt sich beispielsweise schnell nach einem Preis fragen: „Kore wa ikura desu ka?“ – „Wie viel kostet das?“

“How much is this?” — eine der grundlegenden Einkaufssituationen im offiziellen Irodori-Starterkurs.

31–40: Orientierung und Verkehr

Wer Japanisch für die Reise lernt, sollte diese Gruppe besonders früh beherrschen. Bahnhof, Zug und Bus gehören in japanischen Städten zu den wichtigsten Orientierungspunkten.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
31ここkokohier
32そこsokodort
33右migirechts
34左hidarilinks
35まっすぐmassugugeradeaus
36駅ekiBahnhof
37電車denshaZug
38バスbasuBus
39空港kūkōFlughafen
40切符kippuFahrkarte / Ticket

Ein praktisches Muster lautet: „Eki wa doko desu ka?“ – „Wo ist der Bahnhof?“ Genau solche konkreten Verkehrssituationen behandelt auch Irodori, beispielsweise die Frage, ob ein Bus zum Flughafen fährt.

41–50: Zahlen von eins bis zehn

Ohne Zahlen werden Preise, Bestellungen, Zimmernummern oder Uhrzeiten schnell schwierig. Bei 4 und 7 existieren jeweils mehrere gebräuchliche Lesungen.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
41一ichieins
42二nizwei
43三sandrei
44四yon / shivier
45五gofünf
46六rokusechs
47七nana / shichisieben
48八hachiacht
49九kyū / kuneun
50十jūzehn

Für Anfänger sind yon und nana meist besonders praktisch, obwohl auch shi und shichi korrekt sind.

51–60: Zeit und Tagesplanung

Diese Wörter helfen beim Verstehen von Öffnungszeiten, Reservierungen und Fahrplänen. Ji wird für Uhrzeiten verwendet, während jikan je nach Kontext „Zeit“ oder eine Zeitdauer bedeutet.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
51今imajetzt
52今日kyōheute
53明日ashitamorgen
54昨日kinōgestern
55朝asaMorgen
56夜yoruAbend / Nacht
57時jiUhr
58分fun / punMinute
59時間jikanZeit / Stunden
60何時nanjiwie viel Uhr

61–70: Essen und Getränke

Beim Essen bringt ein kleiner Wortschatz besonders schnell einen praktischen Nutzen. Wer Allergien oder spezielle Ernährungsanforderungen hat, sollte zusätzlich die entsprechenden individuellen Begriffe lernen.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
61水mizuWasser
62ご飯gohanReis / Mahlzeit
63パンpanBrot
64肉nikuFleisch
65魚sakanaFisch
66野菜yasaiGemüse
67果物kudamonoObst
68お茶ochaTee
69コーヒーkōhīKaffee
70ビールbīruBier

Gohan ist ein gutes Beispiel dafür, dass japanische Wörter mehrere eng verwandte Bedeutungen besitzen können: Es bezeichnet sowohl gekochten Reis als auch eine Mahlzeit.

71–80: Restaurant und Einkaufen

Diese zehn Begriffe gehören zu den wichtigsten japanischen Wörtern für Touristen. Besonders kudasai, kaikei und ikura lassen sich sofort praktisch einsetzen.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
71店miseGeschäft / Laden
72レストランresutoranRestaurant
73メニューmenyūSpeisekarte / Menü
74くださいkudasaibitte geben Sie mir …
75おいしいoishiilecker
76会計kaikeiRechnung / Bezahlen
77現金genkinBargeld
78カードkādoKarte
79高いtakaiteuer / hoch
80安いyasuigünstig / billig

Im Geschäft funktioniert beispielsweise „Kore o kudasai“ – „Dieses bitte“. Im Restaurant kann oishii eine einfache und natürliche positive Reaktion auf das Essen sein.

81–90: Unterkunft und tägliches Leben

Wer länger in Japan bleibt, braucht schnell Wörter, die über klassische Touristenphrasen hinausgehen. Toilette, Hotel, Zimmer und Telefon sind aber auch auf einer kurzen Reise relevant.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
81トイレtoireToilette
82ホテルhoteruHotel
83部屋heyaZimmer
84電話denwaTelefon
85コンビニkonbiniConvenience Store
86食べるtaberuessen
87飲むnomutrinken
88買うkaukaufen
89あるaruvorhanden sein, für Dinge
90いるiruda sein, für Menschen/Tiere

Konbini bezeichnet Geschäfte wie 7-Eleven, Lawson oder FamilyMart und ist im japanischen Alltag ein ausgesprochen häufiges Wort.

91–100: Gesundheit, Gefahr und Notfälle

Diese Wörter benutzt man hoffentlich selten, sollte sie aber erkennen können. Bei akuten Problemen ist eine kurze, eindeutig ausgesprochene Information wertvoller als komplizierte Grammatik.

Nr.JapanischUmschriftBedeutung
91病院byōinKrankenhaus
92薬kusuriMedikament
93痛いitaies tut weh / schmerzhaft
94病気byōkiKrankheit / krank
95警察keisatsuPolizei
96救急車kyūkyūshaKrankenwagen
97地震jishinErdbeben
98危ないabunaigefährlich / Vorsicht
99火事kajiBrand / Feuer
100出口deguchiAusgang

Das offizielle Irodori-Lehrmaterial behandelt auf höheren Stufen ausdrücklich auch Situationen wie Erdbeben und das Anfordern eines Krankenwagens.

So lernt man die 100 Wörter schneller

Nicht alle 100 Vokabeln gleichzeitig auswendig lernen. Sinnvoller sind Gruppen von zehn Wörtern, die anschließend in kurzen Situationen verwendet werden.

  • Tag 1: Begrüßung und Höflichkeit
  • Tag 2: Fragen und Orientierung
  • Tag 3: Zahlen und Uhrzeit
  • Tag 4: Essen und Restaurant
  • Tag 5: Einkaufen und Unterkunft
  • Tag 6: Notfälle
  • Tag 7: Wiederholen und laut sprechen

Japanische Schrift sollte dabei nicht komplett durch Rōmaji ersetzt werden. Wer Hiragana parallel lernt, erkennt Wörter später deutlich leichter auf Schildern, Speisekarten und in Apps.

Aussprache: Drei Regeln reichen für den Anfang

Japanische Vokale werden relativ konstant ausgesprochen: a, i, u, e, o. Lange Vokale wie in kūkō oder kyūkyūsha sollten tatsächlich länger gesprochen werden, weil die Länge bedeutungsrelevant sein kann.

Das japanische r liegt klanglich zwischen einem deutschen „r“, „l“ und einem kurzen Zungenschlag. Perfekte Aussprache ist am Anfang weniger entscheidend als klare, gleichmäßige Silben und das Wiedererkennen häufig verwendeter Wörter.

Häufige Fragen zu japanischen Wörtern für Anfänger

Reichen 100 japanische Wörter für eine Japan-Reise?

Für vollständige Gespräche nicht. 100 japanische Wörter für Anfänger reichen jedoch, um viele Standardsituationen zu erkennen und mit wenigen zusätzlichen Satzmustern nach Preisen, Orten oder einfachen Dienstleistungen zu fragen.

Welches japanische Wort ist für Touristen am wichtigsten?

Sumimasen ist besonders vielseitig. Es funktioniert beim Ansprechen fremder Personen, beim Bitten um Aufmerksamkeit und in vielen Situationen als höfliche Entschuldigung.

Sollte man zuerst Hiragana oder japanische Wörter lernen?

Am effektivsten ist die Kombination. Die ersten Vokabeln können zunächst mit Umschrift gelernt werden, gleichzeitig sollte aber Hiragana aufgebaut werden, damit keine dauerhafte Abhängigkeit von Rōmaji entsteht.

Was bedeutet „kudasai“ genau?

Kudasai bedeutet in entsprechenden Konstruktionen sinngemäß „bitte geben Sie mir“. „Mizu o kudasai“ bedeutet beispielsweise „Wasser, bitte“.

Ist „sayōnara“ das normale Wort für „Tschüss“?

Es ist korrekt, wird aber nicht in jeder alltäglichen Abschiedssituation verwendet. Unter Bekannten passen je nach Kontext beispielsweise mata („bis dann / wieder“) oder andere informellere Abschiedsformen besser.

Wie lernt man japanische Vokabeln am nachhaltigsten?

Mit kurzen Sätzen und konkreten Situationen statt isolierter Wortlisten. Wer doko direkt mit „Toire wa doko desu ka?“ verbindet, speichert gleichzeitig Bedeutung, Satzstruktur und einen unmittelbar verwendbaren Ausdruck.

Zur Person

Yuki Albrecht

Yuki Albrecht schreibt bei Japanzeit vor allem über Japanische Küche, Japanische Sprache und Namen & Schriftzeichen. Bisher 25 veröffentlichte Artikel. Wie wir recherchieren, Quellen angeben und Fehler korrigieren, steht in unseren Redaktionsprinzipien.

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